Grundlagen zum gf Kochen und Backen

Bevor Ihr jetzt einfach darauf los werkelt in der Küche solltet Ihr die glutenhaltigen Spuren und Kontaminationsrisiken beseitigen, so gut es geht. Vor allem wenn Ihr auch für nichtbetroffene Familienmitglieder oder Freunde glutenhaltig kocht und backt.

 

Meine Empfehlung: Den Haushalt soweit es geht auf glutenfrei umstellen.

 

Bei uns gibt es keine Zöli-Ecke, sondern eine Ecke für das gh-Brot und den gh Toaster – weit entfernt von der Arbeitsplatte. Nur Nudeln und Spezialmehl (evtl. Brot und Gebäck) kaufen wir dann noch vom diätischen Hersteller. Selbst das habe ich minimiert, denn bei uns kommen relativ selten Nudeln auf den Tisch, so dass ich mir den Aufwand mit doppelt kochen spare.

 

Das Kontaminationsrisiko im eigenen Haushalt ist erheblich geringer wenn man mit von Natur aus glutenfreien Produkten kocht und backt.

Genauso handhaben wir das mit gekauften Produkten, wie z.B. Schokolade oder gf Backwaren.

Es kommt nicht nur auf die glutenfreien Nahrungsmittel an, sondern auch auf die Lagerung und die Vor- und Zubereitung.

 

Reinigt alle Haushaltsgegenstände, die mit glutenhaltigen Lebensmitteln in Kontakt gekommen sind sehr gründlich. Dazu gehören insbesondere:

• alle Arbeitsplatten, Schneidebretter und Schränke, insbesondere wo sich glutenhaltiges Mehl befand, Schneebesen und Kochlöffel

• Toaster – den bisherigen für gh behalten und einen Neuen für gf kaufen

• Backofen und Backbleche

• Brotbackautomat, Brotkorb und Brotschneidemaschine

• Friteuse: Das Fett sollte ausgetauscht und das Gerät komplett gereinigt werden; gf Lebensmittel nicht im selben Fett wie gh Lebensmittel ausbacken!

 

Im Zweifelsfall lieber einige Utensilien erneuern.

Benutzt für gh und gf unterschiedlich markierte (farbige) Kochutensilien; so gelingt die Trennung besser. 

Ich verwende die „alten“ schwarzen Kochutensilien für die glutenhaltige und orange-farbige für die glutenfreie Zubereitung.

 

Aber nun endlich zur Praxis…

 

Wie gesagt, am besten esst Ihr anfangs Produkte, die von Natur aus glutenfrei sind. Hier mal ein paar Beispiele für die Mahlzeiten.

 

Glutenfreies Frühstück

• Joghurt, Quark, Soja Yofu

• Sonnenblumen- und Kürbiskerne

• Magarine oder Butter (nur wenn diese nicht fettreduziert ist)

• Konfitüre und Marmelade und Honig

• Obst und Gemüse

• Eier

 

Frühstücksideen

Joghurt mit Trockenpflaumen-Stückchen mit Zimt und Pflaumenkernöl

Rührei deftig oder süß

 

Glutenfreies Mittag- / Abendessen

• Reis oder Kartoffeln

• Fleisch oder Fisch (natur, ungewürzt und unpaniert)

• Obst und Gemüse

• Selbstgekochter Milchreis

• Kinder- bzw. Säuglingsnahrung, die das glutenfrei-Zeichen (durchgestrichene Ähre) zeigt

 

 

Ideen für Mittag- und Abendessen

 

Tortilla

 

Gemüse nach Wunsch in der Pfanne anbraten, mit Salz und Pfeffer würzen. Sehr gut dazu schmeckt frischer Basilikum. Dann 2 Eier darüber geben und stocken lassen. 

 

Quark-Gemüse-Dip

 

Zutaten

 

1 Portion Gemüse: Gurke, Paprika, Kohlrabi

1 Portion Quark

Dill, Schnittlauch 

Salz, Pfeffer, kleine Tomaten (getrocknet)

 

Zubereitung

 

Hier mal schnell noch eine Idee für warme Tage, kann man auch gut vorbereiten und ins Büro

mitnehmen.

Quark kräftig nach eigenen Vorstellungen würzen. Ich habe dazu

verwendet: Dill, Schnittlauch, Kräuter, Pfeffer, Salz und eine kleine getrocknete Tomate.

Gemüse in fingergerechte Stücke schneiden. In den Kräuterquark dippen und genießen.

 

 

Putenbrust-Champignon-Pfanne

 

1 Portion Putenbrust

Tomaten, braune Champignons, Schalotten

4 Blätter Basilikum, weitere Kräuter

1 kleine Peperoni

Salz, Pfeffer, Paprikapulver

 

Die Putenbrust klein schneiden und würzen, in der Pfanne zusammen mit der Schalotte und der Peperoni scharf anbraten. Dann die in geputzten und in Scheiben geschnittene Champignons mit in die Pfanne kurz ziehen lassen und noch einmal nachwürzen. Dann die klein gewürfelte Tomate dazugeben. Evtl. mit Wasser ablöschen und dann mit Basilikum oder auch anderen Kräutern würzen. Kurz durchziehen lassen und fertig.

 

Risibisi

 

Zutaten pro Person

 

1 Tasse Reis

1 Tasse klein geschnittenes Gemüse

½ Tasse klein geschnittene Zwiebel

1 Knoblauchzehe

Öl oder Margarine

Salz und Pfeffer 

½ Esslöffel Paprikapulver

 

Zubereitung

 

Den Reis mit etwas Knoblauch im Fett anrösten, 2 Tassen siedendes Wasser aufgießen und mit aufgesetztem Deckel auf kleinster Flamme 20 Minuten garen ohne den Deckel zu heben. 

Das Gemüse und die Zwiebel werden mit etwas Fett angebraten und das Paprikapulver beigemengt. Am Schluss den fertigen Reis mit dem Gemüse vermischen und alles mit Salz und Pfeffer abschmecken.

 

 

Spargel Frittata für 4 Personen

 

1 kg weißer Spargel – wie gewohnt kochen.

250 g Mangold

1 Zwiebel

1 Knoblauchzehe

2 Frühlingszwiebeln

3 EL Olivenöl

4 Eier

Meersalz, Muskat, Pfeffer, Paprika edelsüß

 

Mangold waschen, abtropfen lassen, putzen, harten Strunk entfernen und in feine Streifen schneiden. Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken. Frühlingszwiebeln waschen, putzen und in Ringe schneiden. 2 EL Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, Zwiebeln, Knoblauch, Frühlingszwiebeln

und Mangold ca. 5 Minuten darin anbraten. 

Eier in einer großen Schüssel verquirlen und mit Salz, Muskat, Pfeffer und Paprika würzen. Gemüse aus der Pfanne nehmen und unter die Eier rühren.

1 EL Olivenöl in der Pfanne erwärmen und die Eier-Gemüse-Mischung darin bei schwacher Hitze ca. 15 Minuten stocken lassen. Die Frittata aus der Pfanne auf einen Topfdeckel oder flachen Teller stürzen und mit der ungebackenen Seite nach unten wieder in die Pfanne gleiten lassen. Noch einmal 5–10 Minuten sanft braten. Wie eine Torte in 8 Stücke teilen und lauwarm servieren.

 

 

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